Mut machen, für Alle !

Ja, wir brauchen das Kreuz. Aber wir brauchen es auf den Wahlzetteln in den Kabinen.

Und wir – als Linke – wollen es dort, im September, wo Menschen sich für unsere linke Politik entscheiden.

Dass sie das tun, müssen wir eine Schippe drauf legen.

Der gestrige Tag hat gezeigt: wenn es um ein wirklich mobilisierungsfähiges Thema geht,

Hält keine U-Bahn alle ab, früh im Bundestag zu sein, einige haben da sogar übernachtet,

Und zum ersten Mal nach ihrem GEwissen entschieden.

Was haben wir sonst – fragt sich der Normalbürger ?

Weniger wichtige Themen ? Weniger Gewissen ? Was ist mit meinem Thema ?

Und: wenn Muttis sowieso nach Bauch entscheidet, wie wollen wir dann im Wahlkampf

Menschen mobilisieren, wenn der Zug abgefahren ist ?

Hunde, Kleingarten und Bohnenkaffee sind bei und die Basics. Die Pflicht.

Russlanddeutsche unterstützen,

Selbstverständlich auch in der Kirche und über diese mitdiskutieren,

Auseinandersetzung mit der AFD, im Gegenprotest gegen die NPD und alle, die sich unserer geflüchtetenpolitik widersetzen.

Oder : Bei Regen unsere neu sprießenden urbanen Gärtnergruppen unterstützen, ist Normalität.

Täglich ist Petra, unsere und unser Aller Spitzenkandidatin unterwegs.

Die Menschen nehmen sie wahr als präsent, als unkompliziert, undogmatisch

Bodenständig und verlässlich. Oder, wie neulich eine der Frauen beim Hellersdorfer Fest dann sagte:

…  als “wirkliche Linke”. Muss man das erklären ?

Muss man auch nicht, denn sie haben es gut im Gefühl.

Dieses Bauchgefühl ist in den letzten Tagen ein bisschen diskreditiert worden.

Zu Unrecht. Nur weil Frau Merkel sich darauf bezieht, ist es nicht falsch zu fragen, wie sich Geflüchtete Weltpolitik, hochkomplexe ökologische Themen, LAndespolitik und die Bauvorhaben vor der eigenen Terasse zu einem grummeligen Gefühl verdichten, was man als Marxsches Bewusstsein – oder auch regionale ausdifferenziertes Bauchgefühl und Votum definieren kann.

Die Menschen werden auch im September mehrheitlich nicht nach unserem Wahlprogramm entscheiden,

Was das Wahlprogramm nicht einen cetimeter weniger Wertig macht !

Und noch weniger nach den Debatten in Unter Arbeitsgruppen.

Sie wollen nicht hören, ob in einer auf 4 Jahre angelegten überbezirklichen FAchgruppe nach § 44 etwas

Getan werden soll – sondern was wir tun.

Als Mitglied des Landesausschusses haben wir uns sehr intensiv – aber auch da ist noch Platz nach Oben – mit der Frage befasst,

Wie auch wir uns nicht nur gegenseitig über Absichten, Verläufe und Begründungen unterrichten, die

In den Gremien, Fraktionen und Verwaltungen “gerade laufen” – sondern die politischen Themen auch debattieren.

So, dass die Menschen merken: hier sind Politiker im Vordenken, im Streit – aber auch mit einem klaren Ziel und dem Wunsch nach Ergebnissen unterwegs.

Was wir nicht einfach und verständlich sagen können, weil wir 5 Seiten brauchen ( auch wenn damit nach Annahme der Verfasse nicht mal ansatzweise adäquat die Komplexität erfasst ist ) – greift nicht.

Wenn wir mit dem Satz “Wir sind die einzigem für dieses und jenes” kommen, reicht es nicht.

Mein Wunsch ist: Dass wir Themen wie Armut auch so vermitteln, dass die Wählerinnen und Wähler spüren: hier wird etwas getan! Dass bedeutet auch zu erspüren, wie die MEnschen Politik wahrnehmen und durch welche hohle GAsse sie UNS erwarten.

Als Stadträtin muss ich aber auch sagen, was die Mitarbeiterinenn und Mitarbeiter vom GUTEN REGIEREN erwarten.

Sie erwarten, dass Themen gut vorbereitet, strukturiert und mit klarer Aussage zur Umsetzung angegangen werden.

Beispiel: SCHULBAU

Wir kennen den Bedarf, wir kennen den Sanierungsstau aus zig Jahren, wir haben bei uns im Bezirk allein 140 Millionen Sanierung an Bestandsschulen, die wir im Bezirk auch umsetzen müssen.

Aber zur Aussage: über 5,5 Millionen baut das Land. Gut. Das Land wird also alle NEubaumassnahmen umsetzen.

Unsere

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Berlin ist Musik – und die Musiker machen wir ! 

Meine Rede bei der Großen DEMO des DGB am 1. Mai 2017 vor dem Brandenburger Tor

( Es gilt das gesprochene Wort )

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Gäste, Berliner, Besucher, Mitstreiter,

Die Losung ist heute: Wir sind viele. Wir sind eins.

Und was uns eint, ist das Ringen um gute Arbeit, um gute Arbeitsergebnisse für Berlin, für die Bezirke !

Aber auch um gute Arbeitsbedingungen. Und ich freue mich, nach dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller auch in Verantwortung für die Kommunalpolitik in den 12 Bezirken sprechen zu können. Mein Name ist Juliane Witt, ich bin die Bezirksstadträtin für Kultur, Soziales und Bauen in Marzahn-Hellersdorf und es ist mir eine große Ehre, heute zu Euch, zu Ihnen, sprechen zu dürfen – um Euch und uns in unserem Kampf zu ermutigen!

KULTUR ist City, Kultur ist Vielfalt, KULTUR ist hip – auch das, was in den Bezirken geschieht.

Als Stadträtin für Kultur, Soziales und Bauen weiss ich, dass in JEDEM der Ämter Personalnot herrscht. Warum ? Nicht weil die Mitarbeiter der Berliner Verwaltung alle krank werden, wie gerne kolportiert wird, auch hängt es nicht an den Personalbereichen und noch weniger an unserem Personalrat, der uns mit Rat und Tat unterstützt. Dafür an der Stelle auch DANK.

Es hängt daran, dass nicht bereits 2012-13 erkannt wurde, dass der VZÄ Abbau, der Personalabbau gestoppt werden muss, dass die Ära Sarrazin zu Ende ist und nun mit Zuzug und Dynamik – ob Wohnungsbau oder Kultur – auch diejenigen, die die Leistungen in der Hauptstadt erbringen, wieder unterstützt werden müssen.

Es ist gut, dass Rot-Rot Grün jetzt den Umschwung geschafft haben, dass nun in 2017 der Personalaufbau wieder läuft und dass der Motor der Stadt wieder angeschoben wird. Leicht ist das nicht !

Ich möchte Euch an der Stelle auch die herzlichen Grüße und solidarischen Wünsche auch der weiteren KULTUR- Stadträte und Kommunalpolitiker  überbringen. Konkret darf ich zu Euch sprechen, weil ich im Sommer 2016 die erfolgreiche Kampagne

“20 Prozent” mit erdacht habe, die nun der Landesmusikrat und die Musikschulen genial umgesetzt haben

und die wir ( viele und gemeinsam ) bis in den Koalitionsvertrag mit verhandelt haben.

Einige werden sich erinnern: fast jeder Politiker ließ sich mit unserer Postkarte fotografieren. Wobei es bei den 20 % nicht allein um feste Stellen geht, oder um ein quantitatives Thema, sondern es auch um Nachhaltigkeit, Kontinuität in der Bildung und um QUALITÄT !

Ich war selbst bei den Koalitionsverhandlungen beteiligt und weiss, dass das Thema Kultur in den Bezirken einen hohen Stellenwert hat und haben muss. Kultur ist keine Nebensache, keine Feierabendunterhaltung nach dem Ernst des Tages und kein schmückender Standortfaktor, um die Immobilien besser zu vermarkten. Kunst sind Lebenssinn und viele Menschen halten in Berlin genau dieses Thema auf der Bühne – viele auch in prekären Arbeits Verhältnissen.

Kultur ist BILDUNGSAUFTRAG,  um eben die Werte unserer Gesellschaft jenseits vom Händeschütteln zu VERHANDELN !

Wir kämpfen gemeinsam um 20 % Festanstellungen in unseren kommunalen Musikschulen! Und für gute, feste Arbeitsverträge für jene, die seit Jahren sich nur noch von Honorar zu Honorar hangeln.

Das ist keine Vision, sondern das nötige, dringende und unverzichtbare Umdenken nach jahrelangem Sparzwang und der Illusion, Berlin würde schrumpfen und wir bräuchten für unsere 4 Schulen nur einen Hausmeister. Der ist jetzt auch schon weg…

Das GEGENTEIL IST DER FALL. Wir brauchen Bauleiter, Sozialarbeiter UND Musikschullehrer und Lehrerinnnen !

Und die Musikschullehrer sind nicht weg, einige aus den verschiedenen Bezirken stehen hier im wahrsten Sinne des Wortes hinter mir, andere sind hier im Publikum und ALLE  haben jahrelang genau das getan, was ihre Profession, ihre Herz und ihreKompetenz  von ihnen verlangt: jungen Menschen eine Zukunft geben.

Das bedeutet auch: Berlin eine Zukunft geben ! Denn was nützen die schönsten und modernsten Bühnen, wenn wir keine Menschen haben, die auf ihnen den Zauber der Musik verstehen und Menschen, die eine solche Begabung entdecken und fördern. Gerade auch bei denen, die nicht mit dem Klavier im Zimmer aufwachsen, sondern deren schwierige Verhältnisse eine besondere Förderung brauchen. Und ich danke allen, die diese tolle Arbeit leisten, die mit ihrer Erfahrung die Fähigkeiten entdecken, erspüren – wo es Sinn macht, auch die Geige in die Hand zu nehmen, die Eltern ermutigen und wo man vielleicht auch mit den Nachbarn sprechen muss…

Wir fordern gemeinsam, Musiklehrer, Musikfreunde, Eltern, ALLE Stadträte  ( und auch der KULTURSENATOR Klaus Lederer ist an unserer Seite ) vom Finanzsenator und den Politikern, die im Abgeordnetenhaus den Haushalt umsetzen und damit auch das wichtigeste Material, die KOALITIONSvereinbarung: Wir fordern, dass die 20 % aus dem KOA Vertrag umgesetzt werden.

Wir fordern ( und haben das diese Woche auch in einem gemeinsamen Schreiben aller StadträtInnen zum Ausdruck gebracht )

184 feste Stellen, die zumindest ansatzweise der jahrelangen Unsicherheit an Ende bereiten.

Und: wir fordern eine passende, realistische Umsetzung. Das Aktuelle Angebot auf Arbeitsebene ist eben noch nicht überzeugend. Und ich möchte Euch ermutigen, der Kulturverwaltung der Rücken zu stärken.

Wir SIND viele. Was uns eint ? Das Ringen um gute Arbeitsbedingungen. Das Kämpfen um Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit.

Für die Metropole – aber auch für die Bezirke ! Ich bin sehr froh, mit Heiko Glawe und Doro Zinke da feste Mitstreiter /innen an unserer Seite zu haben, die uns und den Landesmusikrat jederzeit unterstützen !

Ihr könnt auf mich zählen, wie auch ich mich auf Euch verlasse !

Seid neugierig auf das Leben, sprecht Menschen an und gebt ihnen eine Chance ! 

MEINE REDE zur JUGENDWEIHE in HELLERDORF 29.5.2017 

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Liebe Jugendliche, liebe Familienmitglieder, liebe Eltern, 
ein wichtiger Festtag zeichnet sich dadurch aus, dass man immer ein wenig aufgeregt ist. 
Weihnachten, Geburtstag – Ihr kennt das. 

Man ist ein wenig Ratslos, probiert das eine oder ander Kleid an – um es dann zu verwerfen, und denkt kurze Zeit, dass man nie etwas finden wird. 

 ( Wie ich sehe, haben die meisten doch etwas ganz und gar Wundervolles gefunden… )

Aufregung und Hoffnung, Erwartung und Neugierde, aber auch ein bisschen Angst, die man häufig hinter Coolness verbirgt. 

Wichtige Festtage sind auch schon in der Vorbereitung spannend, manchmal sind die Tage vor dem Fest viel schöner, 

Weil es um Erwartung geht. 

Erwartung ist das, was in unserem Kopf passiert. Welches Bild wir von etwas haben, machen, und machen wollen.

Wir nehmen etwas vorweg, sind in Gedanken schon dabei und versuchen, uns dadurch zu wappnen, was kommt.

Ihr seid hier, um Euch auf das Erwachsenensein einzustellen. 

Das klingt einfach, denn offenbar haben das ja alle ( Eltern, Grosseltern, Nachbarn und Patentanten ) schon durch. 

Erwachsen sein klingt nach Führerschein, lange ausgehen und endlich tun und lassen, was man will. 

Aber ist es nur dadurch, dass alle das schon durch haben, einfach ? 

Woran merkt man überhaupt, dass dieses Erwachsensein beginnt und – will man das wirklich haben und sein ?

Einerseits erscheint es einfach . Andererseits hat man in der Familie, in Büchern, Filmen, auch immer gehört von Menschen, 
die es nicht einfach haben, obwohl sie längst groß sind. Erwachsen sein klingt immer auch nach Leistungsdruck und nicht immer ist es einfach, diesem zu entsprechen. 

Trennung und Schmerz, Abbruch des Studiums oder der Ausbildung, Verluste und Enttäuschungen können eine Biografie gehörig durcheinander bringen. Kein Wunder, wenn der eine oder andere auch unsicher ist: was ist der beste Weg ? Und ist das Leben nicht jetzt gerade besonders schwierig ? Um ganz ehrlich zu sein: dieses ganz normale LEBEN zu leben, 

ALSO Ausbildung, Beruf und Kinder – Liebe und Alltag: 

ES ist nie einfach gewesen, all das unter einen Hut zu bringen.

Eure Elten und Großaltern, die Familien, die heute bei Euch sind, wissen das. 

Heute ist sicher auch der Tag, an dem sie das erste Mal zurück denken, wie es war, als sie das erste Mal erfahren haben, dass es Euch gibt. Vom ersten “ich bin Schwanger !!! ” bis zum ganz und gar einmaligen Moment der Geburt, zu ersten Schrecksekunden; wenn Ihr dem Ball auf die Strasse nachgerannt seid, vom ersten Abend allein ( wo bleibt er denn ? Es wird doch nichts passiert sein ? ) 

Und der heutige Tag ist auch der Tag, an dem es Sinn macht, auch für die ganz COOLEN unter Euch, mal ganz vorsichtig,  dann aber auch ganz liebevoll den Blick auf Mama und Papa zu richten, die Euch unwahrscheinlich lieb haben!

( auch wenn manche Erwachsene, manchmal Männer, das nur selten zeigen ) 

Heute ist der Tag, um das Handy aus der Hand zu legen, um die Eltern mal ganz liebevoll in den Arm zu nehmen, und bei Ihnen da oben im Rang:  um den nun -nicht – mehr Kindern zu sagen, wie stolz Sie auf Sie sind.

Auch wenn die Schulnoten manchmal nicht ganz den Erwartungen entsprechen, die Freunde neulich die Küche fast leer gefuttert haben und die Wahl der neuen Freundin, besser: deren Haarfarbe !! –  alles andere als Ihre Wahl ist.

Aber zurück zu Euch, die Ihr heute im Mittelpunkt steht. 

Was möchte ich Euch auf den Weg mitgeben ? 

1. Ich möchte Euch ermutigen, Eure Welt, die Umgebung, Euer Leben und die Umstände nicht selbstverständlich zu nehmen. 

Die Dinge nicht hinzunehmen, die Lebenssituation, die Zeugnisse, die Chancen, die jeder hat – sondern dankbar zu sein und anzuerkennen, welche besondere Leistung dahinter steht und auch zu realisieren, dass man für das eigene Leben kämpfen muss. Es gibt nur dieses eine Leben und es lohnt sich, um das ganz eigene Glück zu kämpfen. 

2. Macht Fehler – aber lernt daraus und macht sie nicht zweimal. Das Leben ist keine Nachmittagsserie, in der über mehrere Jahre Personen durch die Türen treten, sich ver- und entlieben, immer neu, immer gleich und manchmal wird ein Schauspieler ausgewechselt. Wenn Ihr spürt, dass ein bestimmter Plan, eine Ausbildung, eine Partnerschaft, eine Ehe nicht funktioniert, dann versucht innerhalb des Systems alles auszuschöpfen, zu verändern, und werft nicht alles bei den ersten Schwierigkeiten hin. Wenn Ihr aber spürt, das etwas nicht zu Euch und Eurem Leben passt, dann muss man auch einen Schlusstrich ziehen und etwas bei sich ändern, radikal und mutig, vor allem aber: ehrlich zu sich selbst.

3. Ich möchte Euch ermutigen, Dinge nicht in feste Schubladen zu schließen – und wenn, sie auch wieder zu öffnen. 

Ihr werdet es selbst schon oft erfahren haben. Natürlich sind die Freundinnen ( viele sind heute ja mit dabei ) aus der Schulzeit die allerbesten, die vertrautesten und diejenigen, die man nie verlassenen wird. Aber auch die besten Freundinnnen von gestern können sich schon morgen nicht mehr verstehen. Lebenswerte und Lebenswege können sich ändern, Glauben, Prinzipien, politische EInstellungen werden sich ändern und Euch ändern – mehr als die Musikgruppen, an denen aktuell Euer Herz hängt. In Eurem Leben wird es Menschen geben, denen man wieder begegnet – nach Jahren – und alles, was wir an Gutem und Schlechten verteilen, holt uns irgendwann ein. Es muss nicht extra der Kantsche Imperativ sein, der einen fordert sich so zu verhalten, wie man selbst behandelt werden möchte – es lohnt sich in allen Bereichen, von Sport bis Politik, Nachbarschaft bis zum Konzert und der Heimkehr aus dem Club, sich so zu verhalten, dass man auch morgens in den Spiegel schauen kann.

Und: Ich möchte Euch ermutigen, Menschen nicht zu schnell und nicht zu äußerlich zu beurteilen. Es ist wichtig zu wissen, dass der Anzuträger von heute der Obdachlose von morgen sein kann – und umgekehrt ! 

Und dass auch uns und unsere geborgene Nachbarschaft hier Krieg und Vertreibung ereilen kann. 

Liebe Jugendliche, 

Es gehört zu den schönsten Reisen, in die Welt zu fahren, neue Orte zu sehen, Dinge zu entdecken – aber das spannendste Erlebnis bleibt immer noch das Entdecken von Menschen, die ersten Momente, wenn wir merken, dass uns unter 80 Millionen der Eine oder die Eine wichtig ist. 

Lässt Euch nicht einreden, ein Auto oder Iphone wäre das wichtigste im Leben. 

Seid neugierig auf das Leben, sprecht Menschen an und gebt ihnen eine Chance ! 

Und vor allem: lasst Euch nie von anderen einreden, was gut für Euch ist. 

Alle wichtigen Entscheidungen solleten überschlafen werden, sie brauchen den Rat und die kleine Recherche im Freundeskreis und Netzwerk ( früher gab es google noch nicht ) Aber: man fällt sie alle allein. 

Lässt Euch von niemand einreden, was das Beste für Euch sei: welcher Beruf, welche Art von Erotik, welcher Lebensort und welcher Liebe die Eure sein soll. Der wichtigste Kompass ist nicht google maps; sind keine Mädelszeitschriften oder Blogs, die Euch vorgaukeln, wie Ihr leben sollt. Sondern der wichtigste Kompass ist ganz da drinnen. Es ist Euer Herz. 
Was ich Euch persönlich wünsche: werdet glücklich. 

Ich möchte, dass Ihr ein glückliches, erfolgreiches Leben lebt !

Eins mit Euch und immer wieder mit dem Blick auf diesen Kompass. 

Und wenn es so wird, und Ihr glücklich lebt, mit einer guten Arbeit und einem Menschen, der Euch versteht, dann seid großzügig. Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt. 

Und noch ein letztes: Schreibt Tagebuch. 

Schreibt heute zumindest auf einen Zettel, was Ihr heute am meisten wünscht. Fängt am besten bei Eurer Feier damit an.

Packt die Wünsche in eine kleine Kiste, die ihr in 10 Jahren wieder öffnet. 

Und mein Wunsch für Euch ist: dass sich genau der Wunsch, den Ihr heute antragt, dann auch erfüllt hat !

Euch und Euren Familien einen unvergesslichen Tag ! 

Einladung Vernissage coop: Jugendkunstschule & mp43

Die Jugendkunstschule Marzahn-Hellersdorf und das mp43, projektraum für das periphere Hellersdorf laden ein zur

Vernissage:
DIE ALTEN HABEN UNS DIE BESTEN IDEEN GESTOHLEN
( Mark Twain) 
Die Vernissage findet  am Samstag, den 22.4.2017 von 15-18 Uhr im mp43 – projektraum für das periphere statt. Die Schüler*innen der Jugendkunstschule Marzahn – Hellersdorf  präsentieren ihr Vorstellungen und Ideen über “die Moderne” – von Manga über Informel und bis zur Konzeptkunst.

Seit dem Neustart der Jugendkunstschule Marzahn-Hellersdorf am Standort Kummerower Ring Ende 2016 sind neue Partnerschaften entstanden. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit der Künstlerin Carola Rümper.

Kulturstadträtin Julia Witt: “Insbesondere der ein wenig schillernde, aber durchaus schon vorhandene neue Kunstraum “Kastanienboulevard” ist spannend, um mit den neu entstandenen Projekten wie dem mp43 und dem Projektraum der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst” zusammen zu schauen, wie sich Kulturprojekte MIT den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam entwickeln.
Besonders angenehm empfinden die Künstler das positive Feedback der Anwohner, die nach Neugier und Überraschung inzwischen die Ansiedelung der Kunstprojekte sehr dankbar annehmen und als Wertschätzung und Angebot wahrnehmen. Gern betone ich an der Stelle nochmal das Engagement des Unternehmens “Deutsche Wohnen”, ohne dessen Bereitschaft zur Unterstützung viele Projekte auf dem Kastanienboulevard nicht möglich wären. Auch mit der aktuellen Projektwoche im “Löwenladen” ist ein weiterer Impuls gelungen, neue Mitstreiter im Kiez, der nun auch vom Quartiersmanagement betreut wird, zu motivieren.
Kunst und Kultur sind hier in bester Weise auch sozial und emotional ermutigend. Sie zeigen, dass der Kiez Stärken hat und ermutigen die Anwohner, diese zu nutzen!”

Mit diesem Projekt beginnt das mp43 – projektraum für das periphere mit einer Reihe von mehreren Projekten, die in Kooperation mit Jugendkunstschule Marzahn – Hellersdorf  durchgeführt werden.
In den kommenden zwei Monaten werden weitere Ausstellungsprojekte folgen.
Wir freuen uns Sie / euch zu dieser besonderen Ausstellungsreihe einladen zu können.

Carola Rümper
mp43 – Projektraum für das Periphere

Thomas Theus
Leiter der Jugendkunstschule Marzahn-Hellerdorf

Helena Knorr
Koordinatorin Kulturelle Bildung für den Bezirk

Julia Witt
Kulturstadträtin Marzahn-Hellersdorf

Ort:
mp43 – projektraum für das periphere
Kastanienboulevard (Stollbergerstraße 73 / 12627 Berlin)

#mahe #art #Hellersdorf #kulturellebildung

Herkulesaufgabe Schulen in Berlin ! 

Bauen ! Aber auch die Sanierung von Schulen ist ein zentrales Thema in den Bezirken. 

Fakt ist: Jahrelanger Abbau von nicht genutzten Schulkapazitäten, nicht rechtzeitiges Erkennen, dass ab 2013 die Hauptstadt wieder wächst, Ignoranz der Sanierungsbedarfe in den letzten 5 Jahren – das Ergebnis ist bekannt, von vielen Eltern benannt.

All das führt zu einem nun “plötzlich” erkannten Bedarf. Neubau und Sanierung !

Erstmal hat R2G allen Bezirken 8 Stellen ab sofort für das Thema Schulsanierung und Bau zugeordnet. Unabhängig vom Bedarf. Zwei davon werden im Bereich Schule bei meinem Kollegen Gordon Lemm für die Planung eingesetzt. Als Baustadträtin in Marzahn-Hellersdorf freue ich mich sehr, dass das Bezirksamt schon am letzten Dienstag, dem 11.4.17, die sofortige Besetzung der beiden Bauleiterstellen beschlossen hat und zwei Kollegen ( vorher in einem Förderprogramm tätig ) auch sofort bereit stehen. Das löst nicht alle Probleme, aber ist eine gute Nachricht für die beiden, für die Eltern und Kids ! #schulen #mahe #bauen

Teilen ist einfach – Helfen auch. 

Hallo Ihr Ostern- zu-Hause Hocker, 

Kleine Erinnerung für alle, die das regnerische Wochenende auch zum Ausräumen nutzen: es gibt viele Menschen, die in Not sind und Eure Sachen gut gebrauchen können. In der City werden häufig Kisten einfach vor die Tür gestellt und wer was braucht, nimmt es sich. Es gibt überall auch die Möglichkeit, in unseren Unterkünften Sachen abzugeben. Einfach saubere Kleidung sortiert in einen nicht mehr benötigten Koffer oder eine Ikea Tüte – und anderen eine Freude machen. Auch in unserer Ausgabestelle von Laib und Seele in Marzahn werden immer Spenden angenommen. 

Termine und Daten gibt es hier im Artikel der Berliner Woche

http://www.berliner-woche.de/marzahn/soziales/ausgabestelle-von-laib-und-seele-in-der-schwarzburger-strasse-hat-eine-dauerhafte-perspektive-d122312.html

#sozialgerecht #mahe

Berlin ist bunt

Berlin ist bunt. Wir sind mittendrin
Wir sind inzwischen Grosstadtpartei, in der urbanen Mitte, wir – die Linken Parteien – treffen wieder das Lebensgefühl und die Hoffnungen junger Menschen, die in die Partei eintreten. Wir freuen uns über neue Engagierte, die sich damit auch ein klares Signal für Europa, für Gerechtigkeit erhoffen und dass Ihnen, an unserer Seite – die Stadt gehören möge. Es ist gut, dass Stefen Liebich, der Typ mit Trenchcoat am Kolle von vielen als unser Mann angesehen wird: von dem alteingesessenen Genossen wie von der zugezogenen Schwäbin. Wir sind Mitte, und wir sind Neukölln, wir sind die Partei für Schwule, Migranten, Bäcker und Denker – und wenn wir in Xberg gewinnen, dann auch für den Kotti und alle Dönerfreunde.

Wir sind an der Seite der Kreativen, die als modernes Prekariat die Unsicherheit des Systems mit flockiger Attitüde verbinden müssen. Wir sind an der Seite derer, die nach langen Kämpgen ihre Wohnung und das gewohnte Umfeld verlieren sollen. An der Seite der Geflüchteten und deren Unterstützern, die für diese jungen Menschen Respekt, Wohnung, Arbeit finden. An der Seite derer, die versuchen, die Konflikte um Wohnraum, Arbeitsraum und Verkehrswege auszumoderieren.

Das ist richtig und zu Recht ein Markenkern der Linken. Berlin ist mehr !

Es gibt neben Chai Latte auch die Landsberger, neben dem Coworking Space auch den Platz deren, die als LAngszeitarbeitslose keine Arbeit haben und sich in der Eckkneipe treffen, es gibt neben der Fahrradmobilität auch viele, die morgens um 6 im Stau stehen.

Ich möchte deshalb auch als Mitglied des LAndesvorstands deutlich machen, dass die Linke für alle Stadtteile steht, stehen muss und wir uns dieser Herausforderung stellen müssen.
Und wir müssen – auch in der Sprache und in der Ansprache achtsam sein.
“Ich kann hier nicht weg, ich muss mit meinem Atelier hier bleiben, sonst muss ich nach Marzahn”
ist kein Spruch, der mittelfristig haltbar ist. Weder Künstler und Werkstätten, weder Geflüchtete und Obdachlose, weder Familien sind in der Innenstadt alle gut und gerecht unterzubringen. Und wir sind in der Tat ein wichtiger Ort für die politische Auseinandersetzung, aber nicht weil hier besonders viele Rassisten sind ! 
Wer adie Gegenden um die Letzte Station der U-Bahn aus der politischen Landkarte streicht,
Entwertet auch das Handeln derer, die mit viel Kraft und Sorgfalt die Widersprüche aushalten.
das tun die Genossen. Einfach ist es nicht.

Wenn Menschen sich in der Peripherie der Metropole ausgegrenzt fühlen, dann müssen wir als Linke darauf reagieren. Wenn steigende Mieten auf eine Nachbarschaft stoßen, die bislang weder davon erfasst noch im Focus der Mieterinitiativen war – dann muss die Linke unterstützen. Wenn Menschen nicht mal wissen, was Soziale Medien sind… dann muss Frau Witt endlich WLAN besorgen. Ist erledigt.

Wenn heute die Sonne scheint, starten wir motiviert und begeistert. Aber:
Die Demokratie hat es gerade nicht leicht. Vor Ort sein und aushalten, was die Bürger uns sagen, von uns fordern, ist die hohe Kunst des Wahlkampfs. Im übrigen: Kaum jemand beherrscht das besser als Petra Pau. Ich kenne sie als emphatische Zuhörerin, die präsent ist, und die deshalb auch zu den geschätzten und verlässlichen Politikern gehört.

Die Losung heisst: Hundeplatz, Kleingarten und Kochtopf ! Im übrigen: nicht nur in der Peripherie !

Zwei spannende Projekte verfolge ich bei uns in MH besonders: der neue Hundeplatz, in eigener Regie errichtet und betreut von jungen Famiien, ist Demokratie- und Praxisort geworden. Vorherige Kritiker sind jetzt jeden Samstag an der Schippe. MIteinader statt Meckern. Kiez verändern macht Spass !

Oder die Wette um ein Tanzprojekt Hellersdorf Flash mob. Es motiviert zu regelmäßigem Training und dem Ehrgeiz, es Frau Witt zu zeigen: Wir können das, wir schaffen das, wir sind stolz auf uns. Jeden Morgen wird geübt, geprobt. Auch das ist Hellersdorf. Jenseits der AFD und auch jenseits der IGA.

Soziale Gerechtigkeit ist immer konkret, sie wird empfunden in den Lebenslagen, 

im Zugang zu Bildung und Kultur – aber auch zu einem guten Schulranzen.

Und lasst es mich auch deutlich sagen; wir alle: die Senatsmitglieder wie die letzte Mitearbeiterin im Ordnungsamt, die Genossen am Stand wie die nächtlichen Kommentatoren bei Facebook – natürlich auch die Bundespolitik, bestimmen das Bild der Bürger, was gute Politik heisst !
Halten wir zusammen. Halten wir Berlin zusammen ! Wer sonst ?
Drinnen und draussen. Wo sonst. Seien wir achtsam – auch miteinander.